Faulenzen in Leh

Heute ist ein „Reserve Tag“ eingeplant. Ich habe nichts vor. Heute Morgen habe ich die beantragten Inner Permits eingeholt. Nur mit diesen Papieren darf ich die nächsten Ziele anfahren.

Dann habe ich mir neue Turnschuhe gekauft. Bitte nicht lachen, ich habe die Schuhe gestern nämlich endgültig verloren. Ich habe Sie wieder hinter den Rucksack am Moped gespannt. Und sie haben sich wieder befreit. Die wollten wohl unbedingt in Ladakh bleiben.

Die neuen Turnschuhe sind „echte“ Nike für 1400 Rupien. (17€)

Gestern Abend habe ich die Motorradstiefel über die Jeans angezogen. Sah etwas seltsam aus. Aber hier fällt das nicht auf.

Auf dem Markt habe ich Aprikosen gekauft. Dafür ist Ladakh bekannt. Schön mit einer alten Waage abgewogen und in Zeitungspapier eingepackt.

Noch ein bisschen durch OldTown spaziert und mir die Läden angesehen. Dann bin ich in mein Lieblingscafé gegangen. Habe einen Traumhaften Aprikosen-Pie gegessen und richtigen italienischen Kaffee getrunken. Sonst habe ich bisher nur Instandkaffee bekommen.

Gegen Mittag habe ich das Motorrad zur Inspektion zu meinem Vermieter gebracht. Er hat die Bremsbeläge hinten gewechselt, Kette geschmiert und ein paar Schrauben festgezogen. Das mit der Reifenpanne war kein Problem. Kommt wohl öffters vor und so ein geflickter Schlauch hält. Das hoffe ich nun auch. Denn Morgen früh geht es über den „höchsten asphaltierten Pass“. Den KhardungLa mit 5359m. Früher wurde er mit über 5600m angepriesen. Aber im Zeitalter der NAVIs war dieser Mythos schnell widerlegt.

Am Nachmittag habe ich mich noch aufgerafft und die Tempelanlage oberhalb von Leh bestiegen. Der Fußweg zu den Treppen geht direkt hinter dem Guesthouse los.

Blick auf mein Guesthouse, Leh und die Shanti Stupa auf der anderen Seite.

Eine Echse am Wegesrand.

Leider war der Tempel geschlossen. Aber es gab einen wunderbaren Blick auf Leh und die Stok Kette im Hintergrund mit 6000er Bergen.

Ich habe da eine Weile den Gebetsfahnen im Wind zugeschaut. Das ich wirklich total entspannend und entschleunigend.

Irgendwann kam eine deutsche Schulkasse. Was machen die da? Und warum müssen die so laut sein? Auf der anderen Seite bin ich dann zum alten Königspalast abgestiegen. Der König von Ladakh ließ 1640 den Palast erbauen und hat seinen Dienstsitz nach Leh verlagert.

Der Eingang heißt Löwentor, da er vom Löwenkönig erbaut wurde.

Vom Königspalast bin ich über Treppen runter nach Leh gestiegen.

Als ich wieder im Guesthouse ankam war ich ziemlich platt.

Beim Checken meiner Mails kam dann der nächste Hammer. Mein Rückflug von Leh nach Delhi wurde gecancelt. Ich soll mich telefonisch zum kostenlosen umbuchen melden. Leider funktioniert meine Karte in Leh nicht. Also ab zum Guesthouse Besitzer. Er gab mir sein Handy und ich habe versucht den Flug umzubuchen. Leider war ich so lange in der Warteschlange, bis das Handy-Guthaben vom Vermieter aufgebraucht war. Mist !!!

Ich habe jetzt eine Mail an GoAir geschrieben. Vielleicht klappt das ja auch so. Ich habe ja noch 7 Tage Zeit den Flug umzubuchen. Nur wäre gut, wenn in dem Flieger um 10 noch Platz ist. Sonst wäre noch ein Flieger um 8 die Alternative. Ich will aber nicht so früh aufstehen.

Heute esse ich nocheinmal tibetanisch im Restaurant La-Terrasse. Zur Vorspeise habe ich wieder die Suppe Thenthuk gewählt. Und als Hauptspeise gibt es heute Chicken Momo Stream. Ich bin gespannt. Ich weiß nur das es keine Suppe ist.

Es sind wieder diese Teigtaschen. Heute mit Chicken gefüllt. War ganz lecker.

Morgen geht es dann ins Nubra Tal über den KhardungLa. Hoffentlich hält die Technik.


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6 Kommentare zu „Faulenzen in Leh

      1. Ach.. mach dir keinen Stress. Du hast deine Schuhe nach Indien gespendet.. andere spenden an die Deutsche Bahn.. 😀
        Die Fotos heute sehen besonders toll aus! Da kriegt man Lust, auch Mal dorthin zu gehen. Bin gespannt wie es weiter geht!

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      2. Haha, so kann man das auch sehen. An die Bahn muss ich eventuell auch noch spenden. Auf dem Weg zum Flughafen wurde ich kontrolliert. Und ich habe den Verbundpss zuhause gelassen.

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  1. Na mal sehen, wie lange die Schuhe bei dir bleiben Am besten nochmal mit den Schnürsenkeln am Motorrad festbinden
    Ich drücke ganz fest die Daumen mit dem Flug! Zum Glück gibt es an dem Tag noch frühere Flüge!!

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