My Son

Ich wurde heute Morgen um 5:00 Uhr zur Besichtigung der My Son Tempelanlage abgeholt. In der Führung war der Transport sowie ein Frühstück enthalten. Es gab ein Buttertoast, ein hartgekochtes Ei und eine Banane. Besser als nix. 🙂

Wir sind gegen 6:30 an der Tempelanlage angekommen. Es wurde gerade hell.

Die Anlage entstand vermutlich im 2. oder 3. Jahrhundert von den Charm. Das Volk muss von der indischen Kultur beeinflusst gewesen sein, da auch Götter der Hindus wie Shiva gefunden wurden.

Vielen der Statuen fehlen die Köpfe, die haben wohl die Franzosen mitgehen lassen. Einer ist nun im Louvre in Paris zu sehen.

Es war eine tolle Stimmung, als so langsam die Sonne rauskam und die Tempel beschienen wurden. Das frühe Aufstehen hat sich echt gelohnt.

Die Charm haben die Ziegel ohne Mörtel zusammen gefügt. Die Rekonstruktionen wurden mit Mörtel gebaut. Jetzt sehen die Rekonstruktionen viel älter aus, da diese von Moos befallen wurden. Wie die Charm die Ziegel zusammengefügt haben ist unbekannt.

Leider hat der Vietkong einige der Tempel als Unterschlupf gewählt. Und die Amis haben die größten Tempel bombardiert.

Es sind auf der Tempelanlage einige Bombengrader sichtbar.

Auf dem Rückweg ist mir direkt neben dem Weg ein Spinnennetz aufgefallen.

Da möchte ich nicht reinlaufen. In der Mitte wartet jemand.

Mit dem Bus ging es zurück nach Hoi An.

In Hoi An hab ich dann das gesehen. Das muß kurz vorher oder in der Nacht passiert sein. Aber verletzt wurde wohl niemand.

Vermutlich zuviel Reiswein.

In Hoi An habe ich mir dann ein Fahrrad gemietet und bin zur Unterkunft geradelt. Meine liebe Gastgeberin hat mir noch Frühstücken angeboten, obwohl deutlich nach 10 Uhr war. Das konnte ich nicht ablehnen. So habe ich nochmals was zu beissen bekommen.

In Hoi An sind erstklassige Schneider. Viele Touris lassen sich etwas Maßschneidern. Ein jüngerer Reisender aus meiner Unterkunft hat sich auch einen Anzug bestellt. Ich habe dann kurzfristig beschlossen mir auch einen Anzug maßschneidern zu lassen. Nach kurzer Recherche im Internet viel meine Wahl auf BiBiSilk. Am schwierigsten war die Stoffauswahl. Ich habe mich für schwarze Kaschmirwolle entschieden. Das ausmessen ging ruckizucki. Wobei ich noch nie so genau vermessen wurde :-). Morgen um 12 ist die erste Anprobe.

Am Nachmittag habe ich eine 20 km entfernte Bambusbrücke erradelt.

Überall laufen die Vorbereitungen zum vietnamesischen NewYearFestival. Es werden so große Blumen oder Mini Orangenbäume verkauft.

Das Radeln hat echt Spaß gemacht. Als ich los bin hat meine Gastgeberin gemeint es wird zu heiß und ich soll einen Hut mitnehmen. Also bin ich mit Ihrem Vietnamhut losgezogen.

Kurz vor dem Ziel war eine nette CaffeeBar mit Blick auf den Fluß. Hier habe ich mich mit einem Bier gestärkt. Ob das nicht ein Fehler war????

Zur Brücke waren es nur noch knapp 3km. Also los zum Endspurt. Leider war keine Brücke mehr vorhanden. Und sie wird wohl auch nicht mehr aufgebaut. Ein paar Bambuspfosten im Wasser lassen vermuten wo die Brücke einmal stand. Aber Kühe und Feldarbeiter waren da.

Auf dem Rückweg habe ich mir noch ein Bierchen gegönnt und habe die Heimreise angetreten. Nach ca. 100m habe ich festgestellt, das mein guter Fotoapperat nicht mehr da ist. Mist, das kann doch nicht sein. Ich bin dann sofort zurück zu der Caffeebar, aber dort wollte keiner etwas davon wissen. Mein Tisch war abgeräumt und kein Foto in Sicht. Also bin ich die 3 km zurück geradelt. Am Tracktor habe ich die letzten Bilder mit der Kamera gemacht. Nichts, einfach weg. Da meine Hose relativ eng ist kann ich mir nicht erklären wie der Foto da rausfallen sollte. Zurück an der Caffeebar habe ich nochmals das Personal befragt, aber keiner hat etwas gesehen oder gefunden. Mein EasyRider sagte immer Money comes, Money goes. Die Kamera wäre ja noch zu verschmerzen gewesen, am meisten ärgere ich mich über die ganzen verlorenen Bilder der Reise bisher. Ich stelle mir nun die Frage, hätte ich die Kamera auch verloren, wenn ich kein Bier getrunken hätte???? Aber das ist ja doof, es ist wie es ist.

In Hoi An gab es dann eine leckere Nudelsuppe und ich bin über den Nachtmarkt geschlendert.

Der Nachtmarkt unterscheidet such deutlich von Ha Noi. In Ha Nio wurden hauptsächlich gefälsche Markenklamotten und Schuhe angeboten. Hier der übliche Tourikram. Aber die kleinen Freßstände waren interressant.

Mir wurden frische Flußkrebse für 2 Dollar gegrillt angeboten. Aber das ist nicht meins.

Ich glaub Frösche gab es auch.


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