Puncture am PensiLa

Heute wollte ich ins Zanskar Tal. Auf dem Programm standen 250km und ein Offroadpass.

Ich bin früh losgefahren, da laut Forum 8-10 Stunden für die Strecke benötigt werden.

Die beiden Berge sind die zwei 7000er. Der Kun und der Hun. Am Kun fahre ich direkt vorbei.

Nach ca. 50km habe ich festgestellt, das mein Gepäck und meine Schuhe nicht mehr da sind. Ich habe alles verloren. Auf dem Weg zurück haben mir ein paar Jungs aus einem Auto gewunken und sie haben mir die Adresse und die Handynummer des Finders gegeben. Beim zurückfahren sind mir meine Schuhe begegnet. 2 Jungs auf einem Roller haben damit gewunken. Ich habe gewendet und die Jungs haben mir die Schuhe gegeben. Die waren echt in Ordnung und wollten noch ein Selfi mit mir.

Nach 20km habe ich mein Gepäck wohlbehalten wieder bekommen.

Hier noch ein Selfi mit dem Finder und einem überglücklichen Besitzer.

Nach ca. 80km war der Asphalt zuende und nur noch Offroad angesagt. Je nach Straßenverhältnisse bin ich mit 20-40 km/h vorwärts gekommen.

Ein Gletscher am schmilzen.

In dieser Steinwüste leben auch Normaden.

Das ist der Kun mit seinem Gletscher.

Das Offroad lief immer besser. Ich hatte mit der Zeit echt den Dreh raus. auf dem Weg waren ein paar toll Wasserquerungen. Hat voll Spaß gemacht.

Bei Rangdum habe ich eine Mittagspause mit Maggi eingelegt.

Danach ging es vorbei am Kloster Rangdum dem Pass PenziLa 4494m entgegen.

Doch dort sollte ich nicht ankommen. Am Anstieg zum PenziLa gab es einen lauten Knall und der Schlauch am Hinterreifen ist geplatzt. Scheiße, was jetzt???

Laut meiner Karte waren es rund 15km zu Kloster Rangdun und zurück nach Rangdum 20km. Es war 15 Uhr. Also Moped auf die Seite gestellt das Gepäck geschultert und laufen.

Das laufen war sehr anstrengend, brachte aber nochmals einen neuen Blick auf die Landschaft und Tierwelt.

Wer findet den Mormont? Ständig ein Pfeifen zum warnen der Anderen.

Nach den ersten 5,5km war ich schon ziemlich fertig.

Irgendwann kam dann ein Jeep vorbei. Die haben mich bis nach Rangdum mitgenommen. Im Jeep saßen zwar schon 5 Mann, aber vorne gehen auch 3 rein, wenn man will. In Rangdum war zwischenzeitlich eine ganze Bikergruppe angekommen. Es waren auch ein paar Himalayans dabei. Aber einen Ersatzschlauch hatte leider keiner dabei. Aber ein paar konnten super Englisch. So wurde folgender Plan gefasst. Heute wird das Moped noch nach Rangdum geschafft. Und dort übernachtet. Gegen 20 Uhr war der Pickup da und wir konnten das Bike holen. Im Dunkeln ging es über die Offroad Piste. Ein Dorf weiter wurden noch 2 Mann organisiert. Nach einer Stunde haben wir das Bike erreicht. Mit 4 Mann wurde es auf den Pickup geladen. Dann ging es zurück. Um 22:00 Uhr waren wir wieder in Rangdum. Erst mal etwas Essen. Es gab Reis mit Currykraut und Linsen. War ganz lecker. Dann bin ich ins Bett. Wie es weitergehen soll wird Morgen entschieden.


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4 Kommentare zu „Puncture am PensiLa

  1. Ach herrje!!! Na das war ja wirklich ein abenteuerlicher Tag
    Aber Wahnsinn, auf was für tolle, hilfsbereite Leute du da triffst. Gepäck sichergestellt, auf dem Weg schon Leuten mit der Handynummer des Besitzers begegnet,… Auf der einen Seite gut, dass es da so wenig Straßen gibt, so dass du wieder an dein Gepäck kamst… aber so mitten im nirgendwo allein mit Plattem Reifen stelle ich mir wirklich nervenaufreibend vor…
    Super, dass du Unterstützung gefunden hast, nicht die ganze Strecke laufen musstest und sogar die Karre schon sichergestellt ist. Jetzt kannst du morgen die Herausforderung angehen, einen Schlauch aufzutreiben. Aber ich bin mir sicher, dass du auch dafür eine zügige Lösung findest. Ich drücke auf alle Fälle beide Daumen, dass du schnell wieder on the road bist!

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    1. Ja, die Leute sind echt super hilfsbereit, aber ein komplett anderer Menschenschlag. Nach außen immer erst ruppig und hart, aber nachher total lieb. Spätestens die Frage nach einem Selfi bricht das Eis.
      So einen Schlauch gibts wohl nur in Kargil. Deshalb war die schnellste Lösung zurück nach Kargil zu fahren. Und auf der kompletten Strecke gibt es kein Telefon und kein Handy Empfang.

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