Tram Ton Pass

Mein Hotel ist wirklich Klasse. Zum Frühstück konnte ich unter 6 verschiedenen auswählen. Es war auch eine Nudelsuppe darunter. Ich habe mich aber für die Spiegeleier entschieden.

Danach hhabe ich ein Motorroller mit 150ccm gemietet. Heute wollte ich den höchsten Pass in Vietnam den TromTonPass bezwingen.

Der Roller hat fast soviel Power wie die Royal Enfield Himalayan mit über 400ccm. Das Wetter hat heute komplett mitgespielt. Sonnenschein und bis zu 18° waren vorrausgesagt. Der erste Blick den Pass hoch war schon überwältigend.

Der Asphalt war super und ich war fast alleine auf der Straße. Das Gefühl als ich oben ankam war einfach nur geil. Der Pass hat 1900m und trennt zwei Wetterzonen. Auf der Sapa Seite ist es meist kälter. Auf der anderen viel wärmer. Und die Wolken ziehen am Pass vorüber.

Der Gipfel am Pass hat ein paar Dong Eintritt gekostet, aber nichts wildes. Dafür gab es nette Bänke und Terrassen und die Stairway to Heaven. Ich bin sie aber nicht ganz hoch gestiegen. Hier gefällt es mir einfach viel zu gut.

Auf der anderen Seite ging es dann über 25km bergab. Eine Kehre nach der anderen. Die waren alle schön langgezogen. Ich hätte echt gerne eine richtige Maschine gehabt. Aber es hat auch so eine Menge Spaß gemacht.

Auf dem Weg nach unten ist mir noch ein Aufzug an einer Steilwand aufgefallen. Oben führt dann ein Steg zu einem Restaurant mit bestem Ausblick.

Da es langsam Mittag wurde und ich etwas Hunger verspürte, habe ich Ausschau nach etwas brauchbarem gehalten. In einer Halle mit vielen Trucks davor bin ich fündig geworden. Hier essen die Vietnamesen, da muss es gut sein. Die Halle war gut gefüllt und es roch super lecker. Unter den Tischen lagen die Knochen und Papierservietten. Ich habe noch einen freien Tisch gefunden und erst mal gewartet. Nachdem keiner kam, bin ich zur Küche gegangen. Der Koch hat mich reingewunken und gezeigt was es alles gibt. Ich habe dann gebruzelten Speck, Tofu in roter Soße und ein Gemüße bestellt. Das wurde mir auch prompt gebracht. War alles ganz lecker, leider hat mein Handy die Bilder verschluckt. Die Jungs am Nebentisch haben mich lächelnd beobachtet. Plötzlich hat einer mir einen Reisschnaps angeboten. Ich habe erst abgelehnt da ich ja noch fahren muß. Die Jungs haben mich dann so nett bequatscht. Also habe ich einen kleinen mit Ihnen getrunken. Und noch ein kleiner fürs Selfi. Dann war aber Schluß.

Mein Weg führte mich nach Tam Đường. Hier gibt es einen kleinen Track zu einem Wasserfall. Den wollte ich mir anschauen. Der Weg zum Wasserfall war ein netter teilweise betonierter Pfand mit guten Stufen aber immer Bergauf.

Der Weg war größtenteils im Schatten aber ich habe trotzdem geschwitzt wie ein Schwerstarbeiter. Aber der Anblick und die kühle Luft vom Wasserfall haben entschädigt.

Auf dem Pfad sind mir noch interressante Tiere begegnet.

Ein letzter Blick zurück und dann wieder auf zum Tram Ton Pass.

Unterwegs habe ich wieder schöne Reisfelder gesehen. Der Anblick ist einfach wunderschön.

Den Pass hochzufahren hat noch mehr Spaß gemacht als runter. Ein letzter Blick von oben …

… und ich war ruckzuck wieder zurück in SaPa. Im Hotel wurde mir gleich ein Tee und Süsses angeboten. Die Familie welche das Hotel führt ist echt total nett.

Dann hieß es Abschied nehmen von SaPa. Die Stadt selbst ist nicht sehenswert. Aber die Landschaft drumrum habe ich ins Herz geschlossen. Mit dem Bus ging es zurück nach LaoCai direkt an der chinesischen Grenze und von dort mit dem Nachtzug zurück nach HaNoi.

In LaoCai gibt es einen Media Mart.

Zum Abend gab es ein getostetes Baguette. Eine gute Hinterlassenschaft der Franzosen. Endlich mal was positives…

Vor dem Bahnhof habe ich mir die notwendige Bettschwere für den Nachtzug angetrunken. Plötzlich spricht mich ein kleines Mädchen an, ob Sie mit mir ihre Englischkenntnisse trainieren kann? Das habe ich natürlich sehr gerne getan. Wir haben über eine Stunde miteinander geredet. War irgendwie cool. Dann kam ihrem Mom mit dem Auto und hat Sie abgeholt. Hoffentlich muss sie das nicht jeden Abend machen.

Dann ab in den Zug, noch ein Bierchen und Good Morning HaNoi.


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2 Kommentare zu „Tram Ton Pass

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